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Re: Selbstabsicherung

Von: Pesche
Datum: 23.Mai.2006
Uhrzeit: 15:24:13 +0200
Name des Remote-Computers: 194.230.161.183

Kommentar

Um mich selber zu sichern, wenn ein Seil bereits fixiert ist, benutze ich das Croll von Petzl. Wichtig ist das du das Gerät an der Zentrale vom sitzgurt fixierst. Ich benutze hierzu kein Karabiner, weil dieser ab und zu Querbelastet werden kann, sondern ein sehr starkes Schraubkettenglied. Damit der Croll auch schön nachrutscht fixiere ich ihn mit einer Schlinge um den Hals. (Speziell für den Höhlenforscher wurde auch eine Fixierschlinge entwickelt.) Als zusätzliche Sicherung lege ich einen losen Prusik über den Croll, welcher auch mit dem Gurt verbunden wird. Eine andere Variannte ist ein Tibloc (Petzl) unter dem Croll mitzuführen. Um so gesichert zu klettern musst du das Restseil zu einem "Babeli" aufschliessen. Es bildet so das Gegengewicht. Achtung, wenn die Seile alt, nass oder einfach dick sind, rutscht die Klemme nicht sofort nach. Bedenke das der Croll auf 400kg Bruchfestigkeit getestet ist. Du darfst niemals weiterklettern wenn die Klemme nicht nachrutscht. Zudem solltest du keine statik Seile verwenden. Ist eine Route steiler als 45° funktioniert das System nur bedingt. Auch traversen sind relativ ungünstig, weil der Croll verkannten kann. Dynamische Züge nur ausführen wenn du sicher bist das der Croll nachrutscht! Alles in allem ist dieses System aber viel besser als der Vorschlag im Petzl Katalog mit dem Basic. Probiere alles in ungefährlicher Höhe aus, am besten mit einer Bouldermatte. Uebrigens, das Umsteigen vom Croll auf ein Abseilgerät ist am sichersten wenn du ein Grigri zum Abseilen benutzst. Gruss Pesche

Stand: 12. Juli 2006