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KLETTER ABC Seite 1/1
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1. Gelände:

  • Boulderblock: Steine oder Findlinge, welche sich zum Beklettern eignen

  • Klettergarten: Sehr gut mit Bohrhaken abgesicherte Routen an unterschiedlichen Felsbändern. Ein Klettergarten wartet mit mehreren Routen auf und ist meist bequem zu erreichen.

  • Alpiner Klettergarten: Ein Klettergarten in alpiner Umgebung,  zum Beispiel im Umfeld von Clubhütten.

  • Alpine Kletterei: Eine Route an einer Felswand in den Alpen. Die alpine Kletterei besteht aus den Faktoren Zustieg, Wand und Abstieg und ist meist konditionell sehr anspruchsvoll.

  • Big Wall: Eine sehr hohe Wand bei der für eine Begehung mit mehreren Tagen gerechnet werden muss.

2. Begehungsart:

  • Freiklettern, Sportklettern: Diese Begehungsart erlaubt nur die natürlichen Felsstrukturen zur Fortbewegung. Das Seil dient  zur Sicherung für den Notfall.

  • Techno- oder Artiv Klettern: Alle Sicherungen dürfen auch zum Fortbewegen genützt werden.

3. Begehungsstil:

  • Rotpunkt: bedeutet das freie Erklettern einer Route ohne Sturz. Dabei wurden die notwendigen Kletterzüge so lange eingeübt bis die Kraft und Kondition dazu vorhanden war.

  • Flash: Ist eine sturzfreie Begehung einer Route ohne vorheriges Einüben. Der Kletterer hat aber Kenntnisse über die Route durch Freunde erhalten oder hat sich diese beim Zuschauen eines anderen Kletterers in der Route erworben.

  • on sight: Ist eine Begehung einer Route ohne Sturz und ohne Vorkenntnisse.

  • Solo: Ist eine Allein-Begehung einer Route mit speziell entwickelter Sicherungstechnik und kann in allen drei Arten (Rotpunkt, Flash oder on sight) durchgeführt werden.

  • Free Solo: Ist eine Begehung einer Route ohne Sicherungsseil und kann in allen drei Arten (Rotpunkt, Flash oder on sight) durchgeführt werden.

4. Absicherungsmaterial:

  • Bohrhaken: Meist 10mm Durchmesser und aus Inox Stahl. Die Bohrlöcher können entweder von Hand oder mit einem Akkubohrer gesetzt werden. Je nach Gestein sind die Längen zwischen 65mm und 100mm. Haltekraft auf Auszug ca. 2500kg

  • Klebehaken: Werden meist in porösem Gestein gebraucht. Die Löcher sind von 12mm bis 15mm Durchmesser. Ein spezieller 2-Komponenten Leim dient zu Verbindung zwischen Haken und Fels. Haltekraft bei guter Verarbeitung bis 4000kg.

  • Felshaken: Verschiedenste Ausführungen. Sie werden in natürliche Felsrisse geschlagen und halten je nach Länge von nichts bis sehr viel.

  • Klemmkeile: Unterschiedlich konisch geformte Klemmgeräte, welche in natürliche Risse gelegt werden können. Der Seilzweite kann die Keile nach Gebrauch wieder entfernen.

  • Friends: Sehr technische Klemmgeräte, welche durch ihren Aufbau auch in parallelen oder offenen Rissen halten. Auch diese werden wieder mitgenommen.

  • Techno-Material: Darunter fallen, Rurps, Cliffs, Nuts etc. Sehr technisches Material, welches vor allem zur Fortbewegung dient und meist nur das Körpergewicht hält, entsprechend kaum zum Absichern einer Route geeignet


5. Absicherungs- Standards:
  • Plaisir: Bedeutet vor allem geniessen. Der Standard "sehr gut" steht für bestens abgesicherte Routen, alle zwei bis drei Meter ein Bohrhaken. Alles Material steckt in der Route, es braucht keine Keile und Friends. Bei "Gut" muss manchmal etwas weiter über die Bohrhaken gestiegen werden. Routen mit der Absicherung "so so"  setzen bereits einige Erfahrung im Routensuchen voraus. Die angegebene Schwierigkeit muss dringend beherrscht werden. Keile und Friends gehören zur Grundausrüstung.

  • Cleanclimbing: Für diese Spielform werden nur mobile Klemmgeräte verwendet. Sind die Kletterer aus der Wand ausgestiegen, gibt es keine Spuren zu sehen.

6. Schwierigkeitsbewertungen:

Alle Bewertungen der Routen sind auf Grund von Erfahrung und Vergleichswerten entstanden und sind immer nur Anhaltspunkte, was du zu erwarten hast. Die Bewertung ist abhängig von der Grösse, der Kraft und der Beweglichkeit des Routenerschliessers  und ist entsprechend subjektiv!

 Französisch  UIAA  USA  Bouldern Fb  Bouldern USA

4a

4-      

4b

4 5.6    

4c

4+      

5a

5      

5b

5+ 5.7 Fb3  

5c

6- 5.8 Fb4 V0

5c+

6 5.9 Fb5a  
6a 6+ 5.10a Fb5b V1
6a+ 7- 5.10b Fb5c  
6b 7 5.10c Fb6a V2
6b+ 7/7+ 5.10d Fb6a+  
6c 7+ 5.11a Fb6b V3
6c+ 8- 5.11b Fb6b+  
7a 8 5.11c Fb6c  
7a+ 8+ 5.11d Fb6c+ V4
7b 8+/9- 5.12a Fb7a V5
7b+ 9- 5.12b Fb7a+ V6
7c 9 5.12c Fb7b V7
7c+ 9+ 5.12d Fb7b+ V8
8a 9+/10- 5.13a Fb7c V9
8a+ 10- 5.13b Fb7c+ V10
8b 10 5.13c Fb8a V11
8b+ 10+ 5.13d Fb8a+ V12
8c 11- 5.14a Fb8b V13
8c+ 11-/11 5.14b Fb8b+ V14
9a 11/11+ 5.14c Fb8c V15

7. Persönliche Ausrüstung

  • Sitzgurt: Anseilgurt oder "Gstältli"

  • Reibungskletterschuhe: Leichter Kletterschuh mit profilloser Sohle

  • Expressschlingen: Zwei Karabiner mit einer Schlinge verbunden. Der obere Karabiner wird in die Bohrhakenlasche gehängt, der untere dient zum Einlegen des Seiles

  • Helm: Dient in erster Linie als Kopfschutz bei Stürzen und als Steinschlagschutz

  • HMS - Karabiner:  Birnenförmiger Karabiner mit Schraubverschluss zum Sichern des Partners

  • Abseil- und Sicherungsgeräte: Achter, ATC, Bonaiti, Rack, Descendeur, Grigri etc. (Verschiedenste Formen und Hersteller)

  • Prusikschlinge: ca. 50cm lange Schlinge, Durchmesser 6mm , dient zum selbständigen Blockieren beim Abseilen oder zum Aufsteigen am fixen Seil

  • Standsicherungsschlinge: Bandschlinge mit Schraubkarabiner, dient als Sicherung bei Standplätzen oder zum Durchfädeln des Seiles beim Umlenker.

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